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Zug: Mutmasslicher Einbrecher verunfallt auf Flucht

Nach einer halsbrecherischen Flucht ist ein 46-jähriger mutmasslicher Einbrecher mit seinem Auto in einen Kandelaber geprallt. Unverletzt flüchtete er danach zu Fuss, bevor ihn die Zuger Polizei festnahm. Der Fahndungserfolg ist mitunter eines aufmerksamen Zeugen zu verdanken.

In der Nacht auf Mittwoch (27. Juni 2012) wählte ein Einwohner von Baar kurz nach 00:30 Uhr den Notruf 117. Der Zeuge hatte soeben beobachtet, wie ein unbekannter Mann im Industriegebiet ein Kontrollschilderpaar eines parkierten Autos abgerissen hatte. Zuger Polizisten rückten sofort vor Ort aus und umstellten das Gelände. Im Zuge der Nahfahndung liess eine zugeschlagene Autotür, gefolgt vom Starten eines Motors, die Einsatzkräfte aufhorchen. Nur Augenblicke später rollte ein Kombi aus dem nächtlichen Industriegebiet auf die Nordstrasse. Eine zivile Polizeipatrouille nahm die Nachfahrt auf und folgte dem vorerst in gemässigtem Tempo fahrenden Auto in Richtung Zug.

Plötzlich jedoch beschleunigte das Fahrzeug massiv. Im mit 50 km/h begrenzten Innerortsbereich zeigte der Tachometer Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h an. Die Fahrt führte von der Aabachstrasse, über die Chamerstrasse und die Vorstadt in Richtung Postplatz. Quer über eine Mittelinsel, einen Fussgängerstreifen und das Trottoir flüchtete der Lenker weiter zur Poststrasse und schliesslich zur Gotthardstrasse. Dort geriet der Mann auf eine Mittelinsel und rammte in voller Fahrt einen Kandelaber. Durch die Wucht des Aufpralles knickte dieser sogleich um. Der Unfall brachte den Lenker nicht zur Raison. Dem Wrack entstiegen rannte er in Richtung Industriestrasse davon. Wenig später nahmen ihn die Polizisten in der Neustadt fest.

Der 46-jährige Schweizer zeigte sich geständig, die Kontrollschilder gestohlen und sie an sein eigenes Fahrzeug angebracht zu haben. Weiter gab er zu, zuvor im Baarer Industriegebiet in mehrere Liegenschaften eingebrochen zu sein.

Am Mittwochmittag wurde er der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zugeführt. Diese hat eine Untersuchung eröffnet.

Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden von über 10’000 Franken.